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BOTSWANA SAFARI Welcome

Abenteuer 2018: Chobe, Savute und die Okavango-Sümpfe

Image Möchten sie Hunderte von Elefanten, ganze Löwenrudel, Leoparden selbst am Tage und möglichst auch Geparden sehen? Dann ist dieser Trip genau richtig für Sie!

Nichts ist für mich als Safari Guide so spannend wie die Aussicht auf eine Abenteuerfahrt in die Wildnis von Botswana. Kürzlich war ich auf einer privaten Tour in zwei von den Naturschutzgebieten, die ich im südlichen Afrika ganz besonders schätze: Chobe Nationalpark und MoremiWildreservat.

Eine Wildbeobachtungsfahrt ist etwas Unvergleichbares, erst recht in „echter Wildnis“, also nicht in einem eingezäunten Wildreservat oder auf einer Farm. Und ganz aufregend ist eine Bootstour auf dem Chobe, bei der man die Tiere wie auf einer Pirschfahrt in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten kann. Nur hat man per Boot den großen Vorteil, dass man sich den Wildtieren, die am Ufer trinken, bis auf wenige Meter nähern kann. Aus irgendeinem Grund haben sie keine Angst und scheinen das Boot und seine Passagiere nicht als Bedrohung zu empfinden.
Wir verbrachten einige Tage in der Zovu Elephant Lodge am Chobe. Es ist der perfekte Ort, um den kilometerlangen Uferabschnitt zu erkunden, den Hunderte von Elefanten und andere Tiere zum Trinken aufsuchen.

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Unser nächstes Ziel war Savute. Nach kurzer Fahrt hatten wir Kachikau passiert und befanden uns in einer Gegend mit tiefem Sand. Keine Straßen, nur Spuren, und keine Seele weit und breit. Das Chobe-Waldreservat ist eine Enklave im Nationalpark, durch die riesige Elefantenherden auf dem Weg von den Okavango-Sümpfen zum Chobe wandern.
Dieses riesige Gebiet vermittelt ein Gefühl von Wildheit. Man hat keine Ahnung, was als nächstes auftauchen könnte. Und wo genau führt die Spur eigentlich hin? Die Goha Hügel kommen in Sicht, als wir uns dem Parkeingang nähern, und dann hört auf der ganzen Fahrt bis zum Savute Camp die Wildbeobachtung gar nicht mehr auf. In diesem Gebiet ist eine enorme Vielfalt an Tieren zuhause, darunter Elefanten, Löwen, Büffel und Leoparden.

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Leopardenbeobachtung in freier Wildbahn gehört zu den großen Höhepunkten der Savute. Es ist eine Gegend, in der Sie geradezu damit rechnen können, jeden Tag einen Leoparden zu Gesicht zu bekommen. Das ist ganz außergewöhnlich. Wie Ihnen die meisten Guides sagen werden, sind Leoparden in Namibia, beispielsweise, sehr viel schwieriger zu finden.

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Und noch eine Eigenart dieser Region: der Savute-Kanal hat die unberechenbare Eigenschaft, jahrelang trocken zu liegen und dann plötzlich wieder Wasser zu führen. Das Ökosystem hatte sich über einen Zeitraum von fast 30 Jahren an die Trockenheit im Savute-Flussbett angepasst, als das Wasser 2008 wie durch Zauberei wieder einmal zu fließen begann. So blieb es einige Jahre, aber inzwischen ist der Wasserarm wieder ausgetrocknet.
Ich hatte das Glück, den Savute-Kanal 2008 und 2012 mit Wasser zu erleben. Es war eine Zeit des Überflusses, der Sumpf voller Wasser, und in diesem vorübergehenden Garten Eden tummelten sich Hunderte von Elefanten und andere Tiere. Erstaunlicherweise fanden sich auch Flusspferde und Krokodile ein, so dass die Gegend den Okavango-Sümpfen zu ähneln begann.

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Schau Ein Video An Wasser im Savute Kanal

Nun geht das Abenteuer weiter und Sie haben die Wahl, in das Sumpfland der Savute zu fahren oder die kürzere Sand Ridge Straße nach Süden zum Mababe-Tor und zur Mababe-Senke zu nehmen. Auch diese Strecken sind wie eine Pirschfahrt – Sie haben gute Aussichten, Afrikanische Wildhunde, Löwen und andere aufregende Tiere zu sichten.
Zum Wildreservat Moremi gehören die Okavango-Sümpfe. Dieses Gebiet ist eine Herausforderung, denn der Okavango breitet sich ganz nach Belieben auf dem Sand der Kalahari aus. Die vielen Kanäle verändern sich jedes Jahr, weshalb es schwierig ist, Straßen und andere Infrastruktur anzulegen. Aber genau das macht die Gegend so aufregend: man weiß nie was zu erwarten ist oder wie man von A nach B kommt.
Mitten im Delta befinden sich Lodges, die nur per Flugzeug oder Boot erreichbar sind. Das verleiht ihnen eine einzigartige Atmosphäre – stellen Sie sich eine Insel vor, irgendwo im tiefsten Afrika, umgeben von Wäldern, Wasser und Tieren.
Am Rande der Sümpfe gibt es jedoch viele Stellen, die mit dem Allradfahrzeug erreichbar sind. Es sind ebenfalls urwüchsige Gegenden mit genauso vielen Tieren wie tiefer in den Sümpfen.
Um weit in die interessantesten Teile des Wildreservats Moremi vordringen zu können, gibt es an mehreren strategischen Stellen Brücken über die tiefsten Wasserläufe. Es sind klapprige alte Holzbrücken, die auf jeden Fall zum Gefühl des Afrika-Abenteuers beitragen. Auch sie sind Teil dessen, was es so angenehm macht, mit Allradantrieb in dieses Wildreservat zu fahren, Tiere zu beobachten und verschiedene Lodges und Campingplätze aufzusuchen.


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Eine typische Brücke im Moremi Park
Mit dem Auto durch das Wasser im Moremi Park, Video 1
Mit dem Auto durch das Wasser im Moremi Park, Video 2
Elefantenwanderung im Moremi Park
Ein Auto im Sumpfgebiet steuern

Flussläufe zu überqueren ist meistens einfach, da der Sandboden der Kalahari größtenteils für festen Untergrund sorgt. Allerdings kann die Wassertiefe heikel werden – schließlich möchte man nicht riskieren, dass der Motor überspült wird. Daher ist ein Lufteinlass-Schnorchel, der über das Fahrzeug herausragt, sehr nützlich.
Aber warum überhaupt durch unwegsame Gegenden fahren? Wegen der Wildbeobachtung natürlich! Die Vielfalt ist überwältigend und die Gebiete, die man besuchen kann, sind wie aus einer anderen Welt: versteckt an Flüssen, in offenen Ebenen, in Wäldern, in denen so viele verschiedene Tiere und Vögel leben.
Die Wasserkanäle und das Grasland der Flussauen sind der Lebensraum einer Vielzahl von Land- und Wassertieren.
Vom Flüsschen Khwai geht die Dauerwildbeobachtungsfahrt weiter, an den Hippo Pools und Paradise Pools vorbei bis Xakanaxa – an einem festen Teil der Sümpfe. Man kann dort kampieren oder per Boot zu einer der nahegelegenen Lodges gelangen.
Wirklich spannend ist die Route über die dritte, zweite und erste Brücke bis zum Süd-Tor. Es lohnt sich, zwei bis drei Nächte in dieser Gegend zu verbringen, um möglichst viele Pirschfahrten unternehmen zu können.

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Vom Süd-Tor ist es eine leichte Fahrt zurück nach Maun. Von dort kann man nach Namibia zurückkehren oder andere interessante Parks ansteuern, beispielsweise die Makgadikgadi Salzpfannen oder das Kalahari Wildreservat.
Wenn Sie an einer Tour in einige oder alle der oben genannten Gegenden interessiert sind, kontaktieren Sie mich bitte über andrew@nit.com.na.
Für die Wildreservate Savute und Moremi empfehlen wir eine geführte Safari oder eine geführte Selbstfahrer-Tour.